Verpackungssystem für Swarovski Optik
Neuentwicklung des Verpackungssystems für optische Produkte
Auftraggeber: SWAROVSKI OPTIK, Absam
Partner für Entwicklung und Herstellung: Dinkhauser Kartonagen
Zeitraum: 2024/25



Die Aufgabe
Weniger Material, ohne bei Schutz, Logistik und Wertigkeit nachzugeben. Bei einer Premiummarke muss sich jede Einsparung an diesen drei Anforderungen messen lassen. Genau das hat uns an dem Projekt gereizt.

Unser Weg
Ausgangspunkt waren nicht Material und Gestaltung, sondern der Weg, den ein Fernglas und seine Verpackung vom Werk bis zur Kundschaft zurücklegt bis zum Recycling. Wir haben die Markt- und Logistiksituation in verschiedenen Regionen analysiert, Transport, Lagerung und interne Abläufe nachvollzogen und Materialien und Konstruktionen verglichen. Gespräche mit Handel und Nutzer:innen haben uns gezeigt, was die Verpackung im Alltag wirklich leisten muss. Daraus entstand der Anforderungskatalog, an dem wir uns in rund zwei Jahren Entwicklung orientiert haben.
Die Verpackung, die bleibt
Viele Kund:innen heben die Verpackung auf. Nicht aus Gewohnheit, sondern weil sie ihr Gerät später sicher zum Service oder zur Reparatur schicken wollen und weil es den Wiederverkaufswert hebt. Diese Gedanken waren uns wichtig. Eine Verpackung, die jahrelang im Kasten liegt und dann ein Fernglas sicher zur Reparatur bringt, ist für uns Kreislaufwirtschaft im Alltag. Deshalb war klar: Einsparung darf nie auf Kosten der Stabilität und des Produktschutzes gehen.

Das Ergebnis
Im Vergleich zum bisherigen System:
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Angepasste Verpackungsgrößen mit weniger Material und geringerem Gewicht, bei gleichem Produktschutz
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Modularer Aufbau, abgestimmt auf das neue Inhouse-Logistiksystem von SWAROVSKI OPTIK
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Kaschierung mit höherem Recyclinganteil, mit eigener Oberfläche und Haptik
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Effizienterer Einsatz der Druckfarben
Zudem erfolgt die Fertigung der neuen Verpackungen auch weiterhin in unmittelbarer Nähe zum Unternehmensstandort in Absam bzw. im Fall der Zubehörverpackungen innerhalb Österreichs.

Interdisziplinäre Kooperation
ceero brachte Circular und Industrial Design ein, Dinkhauser Kartonagen die technische Entwicklung und Fertigung, SWAROVSKI OPTIK die Anforderungen von Marke, Produkt und Logistik. Die entscheidenden Lösungen sind in der Abstimmung zwischen diesen drei Perspektiven entstanden, oft in langen Gesprächen über Millimeter und Materialstärken.
„Circular Design beginnt nicht beim Material. Größe, Transport, Lagerung und Wiederverwendung gehören genauso dazu. Erst wenn man das ganze System sieht, findet man die echten Hebel“, sagt Magnus Fischer.
„Ein Gerät, das repariert wird, braucht eine Verpackung, die den Rückweg schafft. Viele Menschen heben ihre Verpackung auf. Das hat uns bestätigt, in diese Richtung zu denken“, sagt Horst Köpfelsberger.
Für uns zeigt das Projekt, dass Circular Design und Premiumanspruch sehr gut zusammenpassen.

Fotos: erikloesch.at



















